Mehr Freiraum am Boden oder nur mehr Luxus in den Wolken? Das Hochhaus auf dem Prüfstand
Sie prägen und begeistern, irritieren und provozieren: Hochhäuser. Auf den landesweiten Boom in die Höhe der 1960er- und 1970er-Jahre, folgte in Zürich gar eine längere Phase der Abstinenz. Seit 2001 regeln kommunale Richtlinien den städtebaulichen Umgang mit den gebauten Riesen. Und seit den 2010er-Jahren findet das Hochhaus auch in Zürich wieder vermehrt Anwendung.
Rund 300 Häuser über 25 Meter Höhe zählt Zürich heute. Auch gemeinnützige Wohnbauträger haben jüngst das Wohnhochhaus wiederentdeckt: So zum Beispiel auf dem Koch-Areal, beim Tramdepot Hard und der Wohnsiedlung Letzi.
Zur kommunalen Volksabstimmung vom 27. September 2026 erhitzt dieser Gebäudetyp wieder einmal die Gemüter: Der Gemeinderat hat die «extremen» Pläne des Stadtrats nach fast zwei Jahren Beratung deutlich zurechtgestutzt. Er befürchtet weiteren Schub für Luxuswohnen, Abbruch und Verdrängung. Der Stadtrat ist derweil überzeugt von der Balance und Strenge seiner Hochhausrichtlinien und bringt sie als Gegenvorschlag zur Abstimmung. Die Gräben scheinen tief, die Meinungen gemacht.
Das Architekturforum Zürich nimmt sich den kommenden Paukenschlag an der Urne zum Anlass, Graubereiche und fachliche Tiefe wiederherzustellen: Mit Gästen diskutieren wir zum hohen Haus in Zürich, darüber, wie man eines baut (und wie nicht), und wo die Chancen, Risiken und Nebenwirkungen liegen. Über die Grenzen der politischen Debatte hinaus.
Die Gäste werden im August an dieser Stelle bekanntgegeben.



