23.03.2013 - 13.04.2013 / Kunst

Bauen auf Kunst – Druckgraphiken Le Corbusiers aus fünf Jahrzehnten

Lithographie Sonnenbrecher aus Le Corbusiers Poème de l‘angle droit, 1955© FLC / 2013, ProLitteris, Zurich
Lithographie Sonnenbrecher aus Le Corbusiers Poème de l‘angle droit, 1955
© FLC / 2013, ProLitteris, Zurich

Le Corbusiers Lithographien und Radierungen sind Teil eines künstlerischen Werks, das Quelle wie Bedingung seiner Architektur war. Im Rahmen einer Verkaufsausstellung zeigt die Galerie Mera im Architekturforum einen repräsentativen Querschnitt dieser zwischen 1916 und 1965 entstandenen, zumeist handsignierten Blätter.

Sagenhaft produktiv, unerhört kreativ: Le Corbusier ist ein Berserker an Schaffenskraft, als Architekt wie als Künstler. Leiten lässt er sich «von dem, was der wichtigste Wert des Lebens ist»: von der Poesie, «der Schöpfung des Geistes». So ist der Architekt Le Corbusier nicht zu fassen, ohne in ihm auch den Maler, Zeichner, Graphiker zu sehen. Sein Formenarsenal entwickelt er als Künstler, hier forscht er nach der Balance von Proportionen und sucht er die Frage zu beantworten, ab wann etwas Form ist. Nicht umsonst legt er Wert auf die Feststellung, dass der Schlüssel zu seiner Architektur in seinem künstlerischen Werk liegt.

Die Druckgraphiken Le Corbusiers sind ein integraler Teil dieses Werks: Zwischen 1916 – noch vor seinen ersten puristischen Gemälden – und 1965 ist er so gut wie ständig mit Lithographien, Kupferstichen oder Radierungen beschäftigt, in denen er all seine zentralen Themen aufgreift, ob nun die Stillleben, die «objets à réaction poétique» oder jene «fünf Punkte zu einer neuen Architektur», die seinen Ruhm begründet haben. An die 200 Blätter umfasst sein Graphisches Werk schliesslich, der grösste Teil handsigniert, gedruckt von den Meistern seiner Zeit.

Le Corbusier geht mit viel Sorgfalt an diese Blätter heran. In seinem Sendungsbewusstsein und seiner sozialen Ader sind sie für ihn auch ein Mittel der Kommunikation: Dank ihnen kann er seine Ideen und Überzeugungen relativ preiswert breit streuen. Dem Lithographen Fernand Mourlot etwa schreibt er 1963, Graphiken seien «à disposition des gens intelligents ….. et pauvres (!) qui seraient ravis de payer très bon marché un mural de papier à punaiser sur leurs murs».

In ihrer Verkaufsausstellung zeigt die Schaffhauser Galerie Mera eine repräsentative Auswahl dieser Blätter.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Dieser kann an der Vernissage und während der Ausstellung erworben oder direkt mit diesem Link bestellt werden.
Mitglieder des Architekturforums erhalten die Publikation zum reduzierten Preis.

 

Öffnungszeiten

Die Verkaufsausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten des Architekturforums zugänglich, zusätzlich aber auch am:

Sonntag, 7. April 2013 von 14:00 bis 18:00 Uhr

 

Eine Ausstellung von:
Logo Galerie Mera

 

Der Pressetext und eine Bildgalerie mit zur Verfügung stehenden Bildmaterialien für die Ausstellung «Bauen auf Kunst – Druckgraphiken Le Corbusiers aus fünf Jahrzehnten» stehen bereit.

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