In wie weit verändert der Einsatz digitaler Technologien die Architektur? Der Computer gehört mittlerweile zum Standardwerkzeug des Architekten, sein Einsatz zur Konzeption und Produktion von Architektur ist allerdings höchst unterschiedlich.

Die neue Veranstaltungsreihe präsentiert Architekten aus dem internationalen Kontext, die sich in ihrer Praxis mit dem Computer als kreatives Werkzeug auseinandersetzen. In einem Vortrag geben sie Einblick in ihre Arbeit. Die anschliessende offene Diskussion wird versuchen, die jeweilige persönliche Position bezüglich des «Potentials des Digitalen» in der Architektur herauszustellen.

Diese Reihe wird in Zusammenarbeit mit Gramazio & Kohler, Architektur und Digitale Fabrikation, ETH Zürich realisiert.
Slogan Steelcase

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08.11.2012, 19:00 Uhr / Vortrag

Antoine Picon

Bild: DUMAS Lise – ENSA Strasbourg
aus «Marcel Lods et le GEAI (Groupement pour l‘Etude d‘un Architecture industrialisée)», Cahier No. 1

Industrielle Ideale: Von der Massenvorfertigung zum Digital Prototyping

Unerbittlich verlangen die digitalen Technologien nach der Aufnahme in den Gehalt der architektonischen Disziplin. So ersetzen digitale Fabrikationsprozesse zunehmend traditionelle Baumethoden, wie der allgegenwärtige Einsatz von 3D-Druckern oder Industrierobotern in der Architektur beweist. Gerade hierin zeigt sich die Absicht, nicht nur den Entwurfsprozess, sondern das Bauen insgesamt zu transformieren. Dabei steht eines fest: Der Einsatz digitaler Technologien in der Architektur scheint heute von gewöhnlichen politischen und sozialen Bezügen zunehmend entkoppelt, denn vielerorts werden wesentlich fundamentalere Realitäten in Anschlag gebracht, wie zum Beispiel das Phänomen der Emergenz im Entwurfsprozess.

Demgegenüber zeigen der Blick in das zwanzigste Jahrhundert und die während der Industrialisierung des Bauens unternommenen Versuche genau das Gegenteil: die Vorrangigkeit von politischen und sozialen Idealen beim Bauen. So war die Vorfabrikation stets verknüpft mit neuen gesellschaftlichen Idealen, vielmehr, als lediglich den Gesetzmässigkeiten der Standardisierung und Massenproduktion zu entsprechen. Und tatsächlich: Protagonisten wie Buckminster Fuller oder Jean Prouvé liessen bereits frühzeitig erkennen, dass die Rationalisierung des Bauens oftmals von utopischen Ideen begleitet war. Dringender denn je stellt sich damit die Frage: Lässt sich die Architektur im digitalen Zeitalter tatsächlich losgelöst von sämtlichen politischen und sozialen Bezügen betrachten? Und, falls nicht: Was können wir dann aus der Vergangenheit lernen? Genau an diesem Punkt, zwischen Geschichte und Theorie, setzt der Vortrag an.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit:
Gramazio & Kohler, Architektur und Digitale Fabrikation, ETH Zürich

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