«Die Vorträge sind Werkschau, Diskussionsgrundlage und Bestandsaufnahme zugleich und sie bieten den Berufsanfängern eine Gelegenheit, ihre Arbeiten in einem grösseren Rahmen vorzustellen. Der Begriff junge Architekten und Architektinnen ist nicht immer wörtlich zu nehmen. Der Auswahl liegen keine prinzipiellen Kategorien zugrunde, sie spiegelt ein Spektrum von Architekten und ihren Arbeiten wieder, die zumeist noch nicht allzu viele Arbeiten realisieren konnten und diese noch nicht häufig publiziert haben. Wir halten die Auswahl der Teilnehmer für interessant und repräsentativ und schweizweit für aussagefähig. Im Rückblick hat sich gezeigt, dass die im Architekturforum vorgestellten Newcomer längst zu den besten der Branche zählen.»

J. Christoph Bürkle

Die Vortragsreihe über den Nachwuchs der Schweizer Architektenschaft ist die längste Vortragsreihe des Architekturforums Zürich. Sie wurde vor mehr als zehn Jahren gestartet, und die im Sinne von Werkstattberichten geplanten Vorträge haben mittlerweile in Zürich einen institutionellen Charakter bekommen.

20.06.2012, 19:00 Uhr / Vortrag

Edelaar Mosayebi Inderbitzin Architekten, Zürich

Baustelle Genossenschaftlicher Wohnungsbau Avellana, April 2012
© Edelaar Mosayebi Inderbitzin Architekten, Zürich

Das schwierige Ganze

«In unseren Projekten suchen wir nach einer Kohärenz zwischen Städtebau, architektonischem Ausdruck und Grundriss, gleichzeitig misstrauen wir der Vorstellung einer Rhetorik des Ganzen. Unsere Entwürfe zielen deshalb viel eher auf eine prekäre, inkonsistente und ‹schwierige› Ganzheit. Wie Robert Venturi glauben wir, dass ‹bei einem wirklich vielschichtigen Bau […] das Auge bei seiner Suche nach der Einheit eines Ganzen nicht zu schnell, nicht zu leicht zufrieden gestellt werden [will].›

Bei der Suche nach einer neuen Ganzheit operieren wir mit ‹offenen› Formen, die frei von eindeutigen Bedeutungszusammenhängen und starren Konzepten sind. Diese verdichten sich mittels assoziativer Modelle und freier Kontextbezüge zu labilen Ordnungen. Sicherheit besteht einzig darin, dass die Dinge auch anders sein könnten.»

 

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