Der Energiesalon hat sich als Forum etabliert, in dem Fachgrössen über gesellschaftsrelevante Prozesse der Nachhaltigkeit disziplinenübergreifend nachdenken und debattieren. Sie stellen Projekte, Erfahrungen und Denkweisen vor und tauschen Wissen aus. Es werden massgebende Energiekonzepte diskutiert, zukunftsverträgliche Pläne besprochen, Entwicklungsprozesse thematisiert und die Herausforderungen der Umsetzbarkeit ermessen.

Der Energiesalon wurde 2008 von Bob Gysin + Partner BGP und EK Energiekonzepte, Zürich, gemeinsam mit Hochparterre ins Leben gerufen und findet seine Fortsetzung neu in Zusammenarbeit mit dem Architekturforum Zürich.

In Zusammenarbeit mit:

 

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28.10.2009, 18:30 Uhr

Energiesalon 7: Masdar City, Abu Dhabi & Cleantech Innovationspark, Dübendorf

Masdar City, ֖kostadt in Abu Dhabi © Foster + Partners

Impulsreferat von Nick Beglinger:

«Masdar: CO2-neutrale Stadt in Abu Dhabi» & «Cleantech Innovationspark: Ein Schweizer Pendant geplant für den Militärflugplatz Dübendorf»

Es diskutieren unter der Leitung von Karin Salm, Schweiz. Radio DRS 2:

  • Nick Beglinger, Partner Maxmakers AG und Geschäftsführer Foundation For Global Sustainability (FFGS)
  • Dr. Dieter D. Genske, ETH Zürich
  • Klauspeter Nüesch, Nüesch Development
  • Stefan Rutz, Architekt, Zürich

Veranstaltungsprogramm (PDF)

Im Anschluss an die Veranstaltung wird ein Apéro offeriert.

 

Seit 2006 hat Maxmakers die Regierung von Abu Dhabi als «Strategie- und Finanzberater» bei der Planung und Entwicklung von Masdar City unterstützt. Dabei handelt es sich um die Neugründung einer «Stadt» für 50‘000 Einwohner in der Wüste, mit einer neutralen CO2-Bilanz. Masterplanning Architekt ist Foster + Partners. Die Energieversorgung erfolgt zu 100% über erneuerbare Energien – in einem Land dessen Reichtum auf den Export fossiler Energie beruht. Masdar ist in erster Linie ein Innovationspark. Im Zentrum steht das Masdar Institute of Technology (eine Uni, in Kooperation mit dem MIT geführt, Eröffnung Winter 2009) und eine «Special Economic Zone» in der zum Thema «Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeitsrelevante Technologie» geforscht, entwickelt und produziert werden soll. Masdar’s Budget beträgt USD 24 Mia. und soll Abu Dhabi’s Position im Energiemarkt langfristig sichern sowie neue Industriebereiche für das Emirate eröffnen (Wandel vom Technologie-Konsumenten zum Technologie-Exporteur).

Nebst der Beteiligung von Unternehmen wie Maxmakers und Credit Suisse bestehen auch andere Schweizer Links zu Masdar. So hat Bundesrat Leuenberger im Januar 2009 mit Abu Dhabi ein Memorandum of Understanding betreffend geplanter Zusammenarbeit im Bereich Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeitsrelevante Technologien unterzeichnet. Ein Teil von Masdar soll durch Schweizer Planer und Lieferanten realisiert werden – das Swiss Village in Masdar. Zusätzlich soll ein ähnliches Projekt in der Schweiz entstehen. Die Swiss Sustainability Initiative (SSI, «Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Schweiz», hat dafür diverse Planungsbüros sowie die ETH engagiert. Als erfolgversprechendster Standort wurde der Militärflugplatz Dübendorf identifiziert. Das Projekt in Dübendorf zeigt gegenüber Abu Dhabi diverse Vorteile. Welche Strategie wurde bei der Entwicklung von Masdar verfolgt? Wie geht man mit so hohen Anforderungen (CO2 neutrale Stadt) und derartigen Grössenordnungen (6,5 km2) um? Welche Konsequenzen ergeben sich aus den technischen und klimatischen Bedingungen für Architektur und nachhaltiger Städtebau? Wie sieht das Transportsystem innerhalb der autofreien Masdar City aus? Wie werden nebst Foster andere Architekten eingesetzt? Wie wird eine Rendite für die Investoren erwirtschaftet, und welche Konsequenzen ergeben sich für die Realisation von Masdar aus der internationalen Wirtschaftskrise? Wie geht es weiter – kann das Masdar-Wissen anderorts eingesetzt werden? Kann die Schweiz von Masdar langfristig profitieren? Gibt es Verbesserungspotential in Konzept und Umsetzung? Welche Unterschiede zeigen sich konkret zum geplanten Nachhaltigkeits-Hub Zürich? Wie stehen die Chancen für ein solches Projekt in der Schweiz – und konkret auf dem Militärflugplatz Dübendorf?

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Eine Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit:
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Medienpartner:
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