21.03.2019 - 15.05.2019 / Landschaftsarchitektur

Gebäude.grün

Skizze: Lorenz Eugster, Film: Roberto Quarella

Vom Blumenfenster zum Bosco Verticale

Oder: Sind Fassaden bessere Parks?

Grün ist das neue Schwarz. Die Baubegrünung zeigt seit Mitte der 1990er Jahre ihr drittes Erblühen seit der Moderne. Was das Blumenfenster in den 1950er Jahren war, die Fassadentröge und Kunstlandschaften über Verkehrsebenen der 1970er Jahre, erlebt heute mit erneut intensiven Fassaden- und Dachbegrünungen ein Revival. Die Triebfedern dafür waren und sind vielfältig und meist parallel entstanden. Mit der Baubegrünung werden ornamentale Werte für die Architektur gesucht. Es wird der Bezug zum Menschen als Teil der Schöpfung zelebriert, Bewusstsein für die Umwelt, konkret für Biodiversitäund Stadtklima demonstriert, aber auch einfach Kultiviertheit und Status präsentiert. Zeit für einen kritischen Rückblick, der auch die Unterhaltskosten in die Betrachtung einschliesst. Eine Kulturgeschichte des Gebäudegrüns, seit den hängenden Gärten Babylons, steht einer Sammlung aktueller Projekte und Begrünungssystemen gegenüber. Veranstaltungen und Stadtspaziergänge werden die geplante Ausstellung ergänzen.

 

Hauswand im Innenhof des burgartigen «Judenhofs», heute Fränkische Schweiz Museum in Tüchersfeld

Bosco Verticale, 2015 / Mailand, Studio Boeri; Bild: Thomas Ledl

 

1930 Villa Müller, Prag / Adolf Loos; Bild: HP Schaefer

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